Wichtige Info zum Jameda-Bewertungsportal

Liebe Besucher meiner Webseite,

nachfolgend möchte ich Sie aus aktuellem Anlass auf die Praktiken des Ärzte-Bewertungsportals www.jameda.de hinweisen.

Jameda bietet Ärzten den Erwerb von „Premium-Paketen“ unterschiedlicher Kategorien an. Zu den Premium-Paketen Gold (Kosten: 65 Euro pro Monat) und Platin (Kosten: 135 € pro Monat) können Ärzte die zusätzliche kostenpflichtige Option „Top-Platzierung Fachgebiete“ buchen.

Diese Zusatzoption ermöglicht den Ärzten, in den Fachgebieten ihrer Wahl über allen anderen Ärzten in der Ergebnisliste gelistet zu werden, wenn der Nutzer lediglich über die beiden Suchfelder "Was" und "Wo" nach einem Arzt sucht.

Auf den nachfolgenden Plätzen werden die Profile derjenigen Ärzte angezeigt, die keine Zusatzoption erworben haben, unabhängig davon, ob sie im Durchschnitt besser bewertet wurden, oder nicht. Deren Reihenfolge ergibt sich aus einer Kombination der Kriterien „Note“ und „Anzahl der Bewertungen“.

Ich habe keines dieser Pakete gebucht und lehne diese Praktiken ab.

Durch die von Jameda vorgenommene Darstellung wurde ein Eindruck erweckt, der nicht mit der objektiven Sachlage übereinstimmte. Insbesondere wurde nicht eindeutig gekennzeichnet, ob die jeweilige Listenposition nur auf der Buchung der Zusatzoption oder auf der Anzahl an positiven Bewertungen beruhte.

Nicht jeder Arzt, der ganz oben stand, war daher die Nummer eins auf der Bewertungsskala. Womöglich hat er sich die Spitzenposition bloß erkauft.

Besser als der Vorsitzender Richter, der über diese Praktiken zu entscheiden hatte, könnte man es nicht bezeichnen:

„Wenn das Geld in der Kasse klingt, die Bewertung ganz nach oben springt“

Dieser Spruch orientierte sich an einem Ausspruch des Ablasspredigers Johann Tetzel.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Jameda zwei schallende Ohrfeigen vor Gericht kassiert hat und sich letztendlich dazu gezwungen sah, ihre Berufung gegen das Urteil des Münchner Landgerichts zurückzunehmen.

Bei weiterem Interesse verweise ich auf den Artikel in der Süddeutschen Zeitung:

www.sueddeutsche.de/muenchen/oberlandesgericht-muenchen-wenn-aerzte-ranglisten-im-internet-in-die-irre-fuehren-1.2694485

Herzlichst, Ihre Friederike Krop